Ringgröße messen: So findest du zu Hause einfach die richtige Ringgröße

Ein Ring kann noch so schön sein – wenn er drückt, sich ständig dreht oder vom Finger rutscht, fühlt er sich nicht richtig an. Gerade beim Online-Kauf ist deshalb eine Frage besonders wichtig: Welche Ringgröße habe ich eigentlich?

Die gute Nachricht: Du kannst deine Ringgröße ganz einfach selbst messen. Dafür brauchst du weder spezielles Werkzeug noch einen Termin beim Juwelier. Mit einem passenden Ring, einem Lineal oder einem schmalen Papierstreifen kommst du bereits sehr nah an die richtige Größe.

Und keine Sorge: Die richtige Ringgröße zu finden, ist kein Hexenwerk. Miss in Ruhe zwei- oder dreimal nach. Und falls dein ReWi Ring am Ende doch nicht richtig sitzt, tauschen wir ihn kostenlos gegen die passende Größe um.

Was bedeutet die Ringgröße eigentlich?

In Deutschland entspricht die Ringgröße in der Regel dem Innenumfang des Rings in Millimetern. Hat ein Ring beispielsweise einen Innenumfang von 54 mm, entspricht das der Ringgröße 54.

Alternativ lässt sich die Größe über den Innendurchmesser bestimmen. Ein Innendurchmesser von etwa 17,2 mm entspricht beispielsweise ungefähr Ringgröße 54.

Zur Orientierung:

Ringgröße Innenumfang Innendurchmesser ca.
50 50 mm 15,9 mm
52 52 mm 16,5 mm
54 54 mm 17,2 mm
56 56 mm 17,8 mm
58 58 mm 18,4 mm
60 60 mm 19,1 mm
62 62 mm 19,7 mm
64 64 mm 20,3 mm
66 66 mm 21,0 mm
68 68 mm 21,6 mm

Methode 1: Ringgröße mit einem vorhandenen Ring messen

Wenn du bereits einen Ring besitzt, der am gewünschten Finger gut sitzt, ist das meist die einfachste Methode.

Ringgröße mit vorhandenem Ring messen: Innendurchmesser eines ReWi Rings am Lineal bestimmen

So misst du den Innendurchmesser

  1. Lege den Ring flach auf ein Lineal.
  2. Miss den Innendurchmesser von einer Innenkante zur gegenüberliegenden Innenkante.
  3. Achte darauf, wirklich nur den freien Innenraum zu messen – nicht die Ringschiene.
  4. Vergleiche den Wert anschließend mit einer Ringgrößentabelle.

Beispiel: Misst du etwa 17,2 mm Innendurchmesser, entspricht das ungefähr Ringgröße 54. Bei rund 19,1 mm liegt die Größe ungefähr bei 60.

Wichtig: Verwende möglichst einen Ring, der am selben Finger und an derselben Hand getragen wird. Die Finger der rechten und linken Hand können unterschiedlich groß sein.


Methode 2: Ringgröße ohne Ring mit Papier messen

Du hast keinen passenden Ring zur Hand? Dann kannst du deinen Fingerumfang messen. Dafür reichen ein schmaler Papierstreifen, ein Stift und ein Lineal.

Ringgröße ohne Ring messen: Fingerumfang mit einem Papierstreifen bestimmen

So funktioniert es

  1. Schneide einen schmalen Papierstreifen ab.
  2. Lege ihn um die Stelle des Fingers, an der der Ring später sitzen soll.
  3. Ziehe das Papier nicht zu fest – der Ring soll später angenehm sitzen.
  4. Markiere die Stelle, an der sich die Enden treffen.
  5. Lege den Papierstreifen flach hin und miss die Länge bis zur Markierung in Millimetern.

Das Ergebnis entspricht ungefähr deiner deutschen Ringgröße. Misst du beispielsweise 56 mm Umfang, ist Ringgröße 56 ein guter Ausgangspunkt. Bei 60 mm entsprechend Größe 60.

Den Fingerknöchel nicht vergessen

Ein Ring muss nicht nur dort passen, wo er getragen wird. Er muss auch über den Fingerknöchel kommen. Ist dein Knöchel deutlich breiter als der Fingeransatz, sollte der Papierstreifen auch dort einmal getestet werden.

Wann solltest du deine Ringgröße messen?

Finger verändern ihren Umfang im Laufe des Tages. Wärme kann sie etwas anschwellen lassen, bei Kälte werden sie häufig schmaler.

Für ein möglichst realistisches Ergebnis solltest du deshalb:

  • nicht direkt nach großer Hitze oder starker Kälte messen,
  • möglichst zu einer normalen Raumtemperatur messen,
  • die Messung zu unterschiedlichen Tageszeiten wiederholen,
  • im Zweifel mehrere Messungen miteinander vergleichen.

Der Abend eignet sich häufig gut, weil die Hände dann eher ihre normale bis etwas größere Tagesform erreicht haben.

Wie sollte ein Ring richtig sitzen?

Ein gut passender Ring sitzt sicher, ohne unangenehm zu drücken. Er sollte sich über den Fingerknöchel schieben lassen, dabei aber einen leichten Widerstand haben.

Als Faustregel gilt: leicht anzuziehen, mit etwas Widerstand auszuziehen. Rutscht der Ring bei einer normalen Handbewegung fast vom Finger, ist er wahrscheinlich zu groß. Hinterlässt er starke Druckstellen oder lässt sich nur schwer entfernen, ist er eher zu klein.

Breite Ringe können sich enger anfühlen

Nicht nur der Fingerumfang entscheidet über die passende Größe. Auch die Breite und Form des Rings beeinflussen das Tragegefühl.

Breitere Ringschienen liegen auf einer größeren Fläche am Finger an und können sich dadurch enger anfühlen als schmale Ringe derselben Größe. Auch eine innen gewölbte Ringschiene kann anders sitzen als eine flache Innenform.

Wenn du dich für einen breiteren Ring entscheidest und genau zwischen zwei Größen liegst, lohnt es sich deshalb, besonders sorgfältig zu messen.

Die häufigsten Fehler beim Ringgröße-Messen

  • Außendurchmesser statt Innendurchmesser messen: Entscheidend ist immer der freie Innenraum des Rings.
  • Zu fest messen: Ein Papierstreifen darf nicht in die Haut einschneiden.
  • Zu locker messen: Gleichzeitig sollte er nicht lose um den Finger liegen.
  • Den falschen Finger verwenden: Selbst derselbe Finger kann an der anderen Hand eine andere Größe haben.
  • Nur einmal messen: Wiederhole die Messung am besten zwei- oder dreimal.
  • Bei sehr kalten oder warmen Händen messen: Das kann das Ergebnis verfälschen.

Ringgröße heimlich herausfinden – wenn der Ring eine Überraschung sein soll

Du möchtest einen Ring verschenken und die Größe herausfinden, ohne nachzufragen? Am zuverlässigsten ist ein vorhandener Ring, den die Person am entsprechenden Finger trägt.

Miss dessen Innendurchmesser wie oben beschrieben. Wichtig ist dabei wieder: Ein Ring vom Mittel- oder Zeigefinger hilft nur bedingt, wenn der neue Ring für den Ringfinger gedacht ist.

Wenn du keinen passenden Vergleichsring findest, ist Schätzen meist keine gute Idee. Dann kann es sinnvoller sein, unauffällig jemanden aus dem nahen Umfeld einzubeziehen.

Unsicher zwischen zwei Ringgrößen?

Wenn deine Messungen genau zwischen zwei Größen liegen, miss noch einmal in Ruhe und berücksichtige das konkrete Ringmodell. Bei einem breiteren Ring kann sich eine etwas großzügigere Größe angenehmer anfühlen als bei einer sehr schmalen Ringschiene.

Du musst die Größe also nicht auf den Zehntelmillimeter perfekt treffen. Miss lieber zwei- oder dreimal in Ruhe nach. Und falls dein ReWi Ring nach der Bestellung doch zu eng oder zu locker sitzt: Kein Problem – wir tauschen ihn kostenlos gegen die passende Größe um.

Und wenn du trotzdem unsicher bist: Frag uns. Bei ReWi gehört die persönliche Beratung zur Auswahl des passenden Rings dazu – auch online.

Fazit: Ringgröße messen ist einfacher, als es klingt

Ob mit einem vorhandenen Ring oder einem einfachen Papierstreifen: Deine Ringgröße selbst zu bestimmen, dauert nur wenige Minuten. Entscheidend ist, sorgfältig zu messen, den richtigen Finger zu verwenden und das Ergebnis am besten mehrmals zu überprüfen.

Denn ein Ring begleitet dich im besten Fall jeden Tag. Da sollte nicht nur das Design stimmen, sondern auch das Gefühl am Finger.

Ein Ring soll nicht nur passen. Er soll sich richtig anfühlen.

Entdecke unsere Titanringe oder sprich uns an, wenn du bei deiner Ringgröße noch unsicher bist. Wir helfen dir gern dabei, die passende Größe für deinen Ring zu finden.